News

Schüler spielen in Göttingen für 24 Stunden Notfallsanitäter

HNA - 18.06.18 07:05

Aktion der Neuen IGS Göttingen und des DRK

Göttingen. Die erste 24-Stunden-Übung für Jugendliche der Neuen IGS Göttingen gab es am Wochenende auf dem Gelände des Deutschen Roten Kreuzes an der Zimmermannstraße.

Acht Schülerinnen und Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufe der Göttinger Schule arbeiten seit einiger Zeit in der Arbeitsgemeisnchaft (AG) „Schulsanitätsdienst“ und treffen sich einmal wöchentlich mit Markus Schiffer vom Deutschen Roten Kreuz Göttingen, um unter anderem in Erster Hilfe ausgebildet zu werden. Im Rahmen dieser AG wurde jetzt die erste „24-Stunden Rettungswache“ organisiert.

Die acht Nachwuchsretter waren 24 Stunden mit drei fiktiven Rettungswagen (RTW) einsatzbereit und übernachteten auch auf der Wache – von Freitag, 16 Uhr, bis Samstag, 16 Uhr. Dabei wurden sie immer wieder zu Übungseinsätzen alarmiert, die alle auf dem Gelände an der Zimmermannstraße stattfanden. Die „Opfer“ wurden realitätsnah geschminkt.

„Die Jugendlichen sind mit großen Eifer dabei, und alle arbeiten sehr engagiert mit“, freute sich Schiffer. Ziel der 24-Stunden-Rettungswache ist es, den Alltag eines Notfallsanitäters kennenzulernen und das in der Schul-AG Gelernte in der Praxis anzuwenden. „Zudem erhoffen wir uns durch die Aktion auch eine Steigerung der Mitgliederzahlen beim Jugendrotkreuz“, sagt Schiffer. Nach dem Bezug der Übernachtungsräume ging es bereits am Freitag um 17.30 Uhr mit dem ersten Einsatz los: Eine Person war laut Übungsszenario von einem Container gefallen, eine weitere von einem Rollstuhl angefahren worden.

Sofort rückten die „RTW 1“ und „RTW 3“ aus, besetzt mit Adrijana (12) und Leon (15) sowie Luis, Marlon und Kimiya. Die fünf Helfer kümmerten sich vorbildlich um die Verletzten: Verbände werden angelegt, die Vitalfunktionen überprüft und ein Notarzt nachgefordert.

Doch so schnell wie dieser am „Einsatzort“ war, musste er auch schon wieder weg. Denn beim zweiten Alarm ging es um einen Herzstillstand. Robin, Moritz und Michel, die Besatzung des „RTW 2“, mussten zeigen, dass sie die Wiederbelebung beherrschen. Sie konnten den Patienten, dargestellt durch eine Spezial-Puppe, retten.

„Ich finde den Tag bis jetzt spannend, und mir gefällt es“, sagt Kimiya (13). Auch Adrijana findet die Idee zu der 24-Stunden-Rettungswache richtig gut. Am Freitagabend standen noch drei weitere Einsätze auf dem Programm, darunter ein Grillunfall und eine Verbrühung. Am Samstag ging es nach dem Frühstück gleich um 8.30 Uhr weiter mit den nächsten Einsätzen. Am Ende waren alle zwar müde, aber glücklich.

HNA vom 18. Juni 2018    ...    Weiterlesen