Die Arbeit in Tischgruppen ...

geht davon aus, dass ein Rahmen dafür geschaffen werden muss, die Arbeitsfähigkeit jedes einzelnen Schülers in heterogenen Lerngruppen zu gewährleisten und die Lernprozesse verstärkt an die Schüler zu delegieren.

In jeder Klasse, egal welcher Schulform oder welchen Einzugsgebietes, sind Leistungsunterschiede zwischen den Schülern zu beobachten. Wenn dies nicht so wäre bräuchten keine Zensuren zwischen 1 und 6 gegeben werden. Der Gedanke der Arbeit in Tischgruppen nimmt nun diese Tatsache ernst und bietet einen organisatorischen Rahmen, um mit dieser Heterogenität produktiv umzugehen.

In einer Tischgruppe werden leistungsstärkere und leistungsschwächere Schüler, Mädchen und Jungen zu einem Team zusammengesetzt, das gemeinsam als Team Lernprozesse gestalten muss.
Die Tischgruppe ist keine Sitzgruppe, sondern eine Lerngruppe, die zunehmend selbstständig ihr Lernen in die Hand nimmt.

Dazu gehören: 

  • die Auswahl und die Verteilung der einzelnen Arbeitsschritte innerhalb des Teams,
  • die gegenseitige Hilfe,
  • die Verteilung der Rollen innerhalb der Arbeitsgruppe und
  • die Planung und Durchführung der Darstellung der Arbeitsergebnisse.

Die Tischgruppen arbeiten in möglichst vielen Fächern zusammen.
Im Klassenraum in allen Fächern, im naturwissenschaftlichen Unterricht an den Energiesäulen, im Sport.

Wöchentliche Tutorenstunde

Die TUT-Stunde bietet den Mitgliedern einer Stammgruppe (Klasse) Gelegenheit zur Planung und Reflexion des gemeinsamen und individuellen Lebens und Lernens.

Neben der Durchführung eines Klassenrats können in dieser wöchentlichen Einzel-/Doppelstunde (je nach Jahrgang)

  • Übungen zum kooperativen Arbeiten,
  • Reflexionen von Tischgruppenarbeiten oder auch
  • individuelle Lernplangespräche mit Hilfe des persönlichen Logbuchs und des persönlichen Lernordners geführt werden.
    - Z.B. zur Planung der F&Ü-Stunden in den nächsten Woche(n) anhand der letzten Lern- und Leistungsrückmeldungen.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben sind alle TutorInnen (KlassenlehrerInnen) in den TUT-Stunden anwesend.

Tischgruppenabende

Viermal jährlich treffen sich die SchülerInnen und Eltern einer Tischgruppe sowie die TutorInnen der Stammgruppe bei einer/einem SchülerIn zuhause.

Die Schülernnen stellen den Eltern dort Ergebnisse und Inhalte der schulischen Arbeit – mit besonderem Blick auf die Arbeit der Tischgruppe – vor und überlegen ggf. gemeinsam mit Eltern und TutorInnen wie sich die Arbeit in der TG positiv weiterentwickeln lässt.

Darüber hinaus ist Gelegenheit zu einem Blick in die Lernordner der Schüler/innen, zu organisatorischen Absprachen und Hinweisen sowie individuellen Gesprächen zwischen SchülerInnen, Eltern und TutorInnen.

Sie ersetzen damit die Elternsprechtage.